„Gesundheit sollte nicht vom Glück abhängen“

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Jenny spricht über ihre Meningokokken-Erkrankung
Jenny

Jenny, zweifache Mutter, überlebte mit vier Jahren eine Meningokokken-Infektion. Was mit Kopfschmerzen begann, entpuppte sich als eine Hirnhautentzündung (Meningitis) – ausgelöst durch Meningokokken. Eine Infektion mit diesen Bakterien kann lebensbedrohlich werden, da die Symptome oft unspezifisch sind und die Diagnose daher nicht immer rechtzeitig gestellt wird. Dank des schnellen Handelns der Mutter und des Fachpersonals im Krankenhaus konnte Jenny die Erkrankung glücklicherweise ohne bleibende Folgen überstehen.

 

Jenny, als vierjähriges Kind bist du an Meningokokken erkrankt. Wie hast du die ersten Symptome erlebt, und wie haben deine Eltern reagiert?

Es fing damals mit richtig starken Kopfschmerzen an, von denen ich aufgewacht bin. Schreiend bin ich zu meiner Mutter gelaufen – ich habe das heute noch ganz genau in Erinnerung, weil dieser Schmerz ein so prägendes Erlebnis war. Meine Mutter war zu dieser Zeit alleinerziehend und erst mal überfordert mit der Situation und ihrem verzweifelten Kind. Aus der Not heraus rief sie eine Freundin an, die ihr glücklicherweise riet, direkt ins Krankenhaus zu fahren. Dort angekommen, wurde recht schnell eine Hirnhautentzündung festgestellt und entsprechend behandelt. Wäre ich erst am nächsten Morgen ins Krankenhaus gekommen, wäre es vielleicht schon zu spät gewesen.

Was ist dir von der Zeit im Krankenhaus in Erinnerung geblieben, und wie hat deine Familie deine Erkrankung erlebt?

An die Zeit im Krankenhaus habe ich keine schönen Erinnerungen. Mir musste Rückenmarkswasser entnommen werden, was eine extrem schmerzhafte Erfahrung war und was ich zu diesem Zeitpunkt gar nicht verstanden habe: Warum verursachten die Ärztinnen und Ärzte mir Schmerzen am Rücken, obwohl mein Kopf das Problem war? Zudem durfte ich nur liegen, was für ein vierjähriges Kind unvorstellbar ist – ich fühlte mich wie in einem Gefängnis. Ich musste etwa knapp drei Wochen dortbleiben, was sich für mich aber wie Monate anfühlte. Auch für meine Eltern war das eine sehr schwere Zeit, weil lange nicht klar war, ob ich die Erkrankung ohne Folgen überstehen würde.

Mittlerweile bist du selbst Mutter. Welchen Einfluss hat deine Geschichte auf deine Kinder?

Ich möchte gar nicht dran denken, dass meinen Kindern so etwas passieren könnte. Meine ältere Tochter ist nun auch vier Jahre alt, da kommen natürlich Erinnerungen hoch. Nachdem damals alles überstanden war, habe ich mich lange Zeit nicht mehr mit der Erkrankung beschäftigt. Als ich dann aber selbst Mutter wurde, hat sich mein Gefühl dahingehend noch mal verändert. Erst dann wurden mir das Ausmaß der Erkrankung und die Gefahr, die damit einhergeht, bewusst. Ich hatte einfachgroßes Glück. Aber darauf möchte ich mich bei meinen Kindern nicht verlassen. Deswegen war es für mich keine Frage, dass ich die beiden bestmöglich vor Meningokokken schütze und impfen lasse. 

Ich gehe auch lieber einmal mehr zu meiner Kinderärztin, um Symptome abzuklären, als einmal zu wenig. Wenn man so eine Vorgeschichte hat, wird man einfach sensibler. Deshalb möchte ich alles genau wissen, auch was Schutzmöglichkeiten und Prävention betrifft. Auch wenn ich keine körperlichen Folgen davongetragen habe, sind die emotionalen doch noch spürbar. 

Seit dem Abschluss der Impfvereinbarungen wird die Meningokokken-B-Impfung nun über die Versichertenkarte abgerechnet und muss nicht mehr über ein Privatrezept verordnet werden. Was bedeutet dir das? 

Dass man heutzutage überhaupt gegen so schwere Erkrankungen impfen kann, bedeutet mir schon sehr viel. Es gibt mir die Sicherheit, meine Kinder schützen zu können. Für viele Familien ist die finanzielle und organisatorische Belastung aber nicht so leicht zu stemmen, weswegen es mich sehr glücklich macht, dass jetzt alle Familien einen einfachen Zugang zu Meningokokken-Schutzimpfungen haben. 

Was möchtest du anderen Eltern mitgeben? 

Dass ich heute hier sitzen darf, verdanke ich glücklichen Umständen. Hätten meine Mutter und das Klinikpersonal nicht so schnell reagiert, gäbe es mich vielleicht heute gar nicht mehr. Gesundheit sollte aber nicht vom Glück abhängen, deswegen möchte ich an alle Eltern appellieren, sich zu informieren. Sprecht eure Kinderärzte und -ärztinnen auf die Meningokokken-Impfungen an, lasst euch auch über die möglichen Nachholimpfungen aufklären, und fragt im Zweifel ein zweites Mal nach. Der Schutz unserer Kleinsten ist das Wichtigste! 

 

Vielen Dank, liebe Jenny, dass du deine bewegende Geschichte mit uns geteilt hast und dabei hilfst, über Meningokokken aufzuklären.

 

 

Weitere Informationen unter: www.meningitis-bewegt.de

Über „Meningitis bewegt.“ 

Die von GSK initiierte Aufklärungskampagne „Meningitis bewegt.“ zeigt in ihrer Bildwelt echte Betroffene. Dieser reale und zugleich respektvolle Ansatz wurde in Zusammenarbeit mit Forscher*innen, Ärzt*innen, Betroffenen und Eltern entwickelt. „Meningitis bewegt.“ will dadurch crossmedial eine Awareness erreichen, damit sich alle Eltern aktiv bei ihrer Kinderärztin oder ihrem Kinderarzt über den bestmöglichen Impfschutz gegen Meningokokken informieren.

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