Die Bitterbachschlucht
Die Bitterbachschlucht ist ein Überbleibsel der letzten Eiszeit. Vor rund 200 Millionen Jahren befand sich hier ein flaches Meer, das sich vom Nordseebecken bis ins heutige Franken erstreckte. An der Küste, etwas östlich gelegen, mündete ein großer Fluss in dieses Meer, der Unmengen an Sand in der Mündung ablagerte. Als es im Laufe der Jahrmillionen zu tektonischen Bewegungen kam, hob sich das Festland, und das Meer zog sich zurück. An einigen Stellen sind die steilen Schluchtwände stark unterspült, an den Oberseiten üppig mit Moosen und Farnen bewachsen.
Spaziergang durch die Bitterbachschlucht
Am besten beginnt ihr die Wanderung die Schlucht entlang in der Dachstraße in Kotzenhof, direkt wenn ihr von der Eschenauerstraße hineinbiegt, zu den wenigen Parkbuchten. Von dort aus folgt ihr der Wandermarkierung »rotes Kreuz auf weißem Grund«, in die Straße Am Bitterbach. An ein paar Häusern vorbei führt der Wanderweg in den Wald hinein. Von nun an geht es immer geradeaus, und es ist leicht, der Wegmarkierung zu folgen. Am Bitterbach angekommen, wird es malerisch. Die Natur zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Wenn die Sonne sich zeigt und durch die Blätter blitzt, scheint es, als führten die Sonnenstrahlen ein Schattenspiel auf.
Märchenhafter Weg
Im Sommer ist es hier überwiegend schattig und es lässt sich wunderbar aushalten. Der Weg führt über Waldwege, Holzbrücken und Baumwurzeln. Am Wegesrand stehen informative Holztafeln über den Lebensraum Wald, den Biber und die Geschichte der Schlucht. Der Weg durch die Schlucht ist auch Teil des Naturlehrpfads Bitterbachschlucht. Am Ende der Schlucht könnt ihr euer Wissen über Abfälle aus eurem Haushalt testen. Auf einer mit einem Zaun umgrenzten Fläche liegen verschiedene Müllarten, von Karton über Konservendosen bis zu Kleidung. Es gilt zu erraten, wie lange jeder dieser Gegenstände benötigt, bis er komplett verrottet ist.
Einkehr und Rückweg
Wer möchte, kann hier umkehren und denselben Weg zum Startpunkt zurückgehen. Die Bitterbachschlucht einmal hin und wieder zurück umfasst etwa vier Kilometer. Wer noch länger wandern möchte, kann nun weiter bis nach Nuschelberg und dort eine Rast im Gasthaus Hallerschlösschen einlegen. Der Weg führt nach rechts hinauf über einen Wurzelweg, dann links entweder über die Hauptstraße oder nach rechts und gleich wieder links über einen Trampelpfad.
Der Hallerweg führt euch direkt nach Nuschelberg. Zurück geht ihr wieder den Wurzelweg und dann aber nach links, dem Weg immer folgend, bis ihr kurz vor Vogelhof nach rechts auf einen Pfad abzweigt und wieder auf den gewohnten Weg kommt und durch die Klamm zurückgeht.
Möchtet ihr nicht einkehren, könnt ihr an der Müllstation auch eine weitere Alternative wählen und nach links weiterlaufen, über die Bundesstraße und etwas weiter nach links, danach rechts. Den nächsten Abzweig geht ihr nach rechts, geradeaus und später auf dem Steinberg-Pfad wieder nach links. Dem Heroldsberger Mühlweg folgt ihr, bis ihr wieder auf der Eschenauer Straße seid, und geht diese hinunter bis zum Parkplatz.
Text von Sabrina Fiebig
Schwierigkeit - mittel
Strecke - 12 km
Gehzeit - 3 Std.
Ausgangs- und Endpunkt: Parkbuchten in der Dachstraße oder in der Eschenauerstraße